Direkte Aktionen


Bahnhofswald-Besetzung in Flensburg

Seit Oktober 2020 ist der Flensburger Bahnhofswald von Aktivist:innen besetzt, der eigentlich nicht viel mehr als ein kleines Wäldchen zwischen Wohnhäusern und Logistikzentrum ist. Die Besetzer:innen wollen damit verhindern, dass die Bäume einem Parkhaus und einem Hotel weichen müssen. Eine Bürgerinitiative samnmelt Unterschriften für den Erhalt der 58 Bäume - so die Zahl der Stadtverwaltung. Gezählt wurden dabei aber nur Bäume ab einem gewissen Durchmesser, kleinere Bäume zählen im Sinne der Satzung gar nicht als solche.


Der Kampf um die Trasse

Seit dem 10. November 2020 wird die Kernbesetzung im Dannenröder Wald geräumt, um den Ausbau der Autobahn A49 zu ermöglichen. Gegen diesen Ausbau und die dafür notwendige Rodung von mehreren Waldflächen protestieren seit September 2019 Klimaaktivist*innen mit einer Waldbesetzung. Im Oktober 2020 begannen die Rodungs- und Räumungsarbeiten in umliegenden Wäldern. Das Logistikzentrum am südlichen Rand des Waldes wächst dabei immer weiter in die Schneise hinein und beleuchtet großflächig die Umgebung.


Baumhäuser gegen Asphalt

Gemeinsam mit Sitara Thalia Ambrosio habe ich ein Fotobuch über die Besetzung und Räumung im Dannenröder Wald gemacht. Auf 64 Seiten erzählen wir die Geschichte der Besetzung in Form einer Fotoreportage. Außerdem gibt es hier eine digitale Onlineversion des Buches.


Drei Monate bis zur Räumung

Es ist ein warmer Sommertag Ende Juli östlich von Marburg. Rund 25 größtenteils vermummte Menschen richten drei große Baumstämme auf, die an der Spitze zusammengebunden sind. Mehr als eine halbe Stunde dauert es, bis der sogenannte Tripod steht und den Weg im Dannenröder Forst für Fahrzeuge versperrt. Der schweißtreibende Aufbau des Tripods ist Teil der Vorbereitungen für die Zeit der Räumung, die hier quasi vor der Tür steht.


Die Hausbesetzung Alltuna in Hamburg Altona

Rund 10 Stunden lang war am 9. Mai 2020 in Hamburg ein Haus besetzt, dass seit mehr als zwei Jahren leer steht. Unter dem Namen Alltuna wollten die Besetzer:innen einen selbstverwalteten Raum schaffen. Die Polizei räumte das Gebäude am Nachmittag.


Waldbesetzung "Pappelapapp"

Am 15. Oktober haben Aktivist:innen auf Twitter bekannt gegeben, dass der Vollhöfner Wald in Hamburg Altenwerder besetzt ist. Die Aktivist:innen haben ein Baumhaus in dem Waldstück gebaut, um gegen die geplante Rodung zu protestieren. Der Hamburger Senat hat die Fläche des Waldes als Hafenerweiterungsfläche deklariert. Momentan sind die Rodungen aber bis Februar 2020 ausgesetzt.


Waldbesetzung "Wilde Gasse"

Für das geplante Bauprojekt „Spreehafenviertel“ soll der Wald im Norden des Hamburger Stadtteils Wilhelmsburg gerodet werden. Gegen die Rodung fand am 08. September 2019 das WiWa-Waldfest von Gruppen wie Extinction Rebellion, Waldretter Wilhelmsburg und Zukunft Elbinsel statt. Während des Festes entstanden zwei Baumhäuser, um den Wald zu besetzen. Eines davon das Baumhaus „Wilde Gasse“ wurde von sieben Menschen erfolgreich besetzt, das zweite wurde von der Polizei verhindert


Wiederbesetzung des Hambacher Walds

Seit 2012 gibt es die Waldbesetzung im „Hambacher Forst“. In Baumhäusern verteidigen die Aktivist:innen den Wald vor der Rodung durch die RWE Power AG, die unmittelbar neben dem Wald Deutschlands größten Braunkohletagebau betreibt. Der Wald soll nach Plänen des Energiekonzerns gerodet werden, damit der Braunkohletagebau Hambach ausgeweitet werden kann. Im Herbst 2018 wurden alle Baumhäuser der Besetzung unter großer Medienaufmerksamkeit durch die Polizei geräumt und zerstört. Die Räumung sollte der Beginn der Rodung werden - doch es kam anders.


Waldbesetzung & Räumung im "Hambacher Forst"

Der Hambacher Forst ist ein Wald in der Nähe von Köln. Schon am nahegelegenen Bahnhof in Buir zeigt sich seine Besonderheit. Viele Graffiti und Sticker handeln vom Hambi, wie er oft genannt wird. Sechs Jahren lang war der Wald besetzt. Warum? Aus dem einfachen Grund, dass der Energiekonzern RWE den Wald vollständig roden will, um den Tagebau Hambach zu erweitern.


Wem gehört die Stadt?

Hausbesetzungen sind kein neues Phänomen. Schon in den 70er und 80er gab es eine große Bewegung. Aber auch heute werden wieder Häuser besetzt, zuletzt in Berlin, Tübingen, Freiburg und Hildesheim. Aber warum werden Häuser besetzt? Und wer steckt hinter der Besetzung des Buntstifthauses in Hildesheim?

23min Doku auf YouTube.


Besetzung des "Bleistiftshaus" in Hildesheim

Im Juni 2018 haben Aktivist:innen in Hildesheim das sogenannte Bleistifthaus besetzt. Da weder der Besitzer des Gebäudes noch die Universität Hildesheim, die das Gebäude noch bis Ende Juli gemietet hatten, rechtliche Schritte gegen die Besetzer:innen eingeleiten wollten, entstand aus der anfänglich symbolischen Besetzung ein wirkliches Projekt für Freiraum. Die neugegründete Gruppe »Freiräume Hildesheim« steht hinter der Besetzung und besteht aus Studierenden, Kulturschaffenden, Arbeitslosen und politischen Aktivist:innen.